Über mich

Firmengründung24.net - Alfons Burtscher

Unternehmer werden? Gar nicht selbstverständlich!

Viele Menschen können sich überhaupt nicht vorstellen, selbständige(r) Unternehmer(in) zu werden. Die Glaubenssätze, die sich durch die (V)Erziehung und die Umwelt in der Kindheit und Jugend gebildet und gefestigt haben, führen oft zur Ansicht, dass es nichts anderes gibt, außer eine Arbeitsstelle, sprich einen Job, den man halt machen muss, um zu (über)leben. Wenn dann im Laufe der Jahre keine Weiterentwicklung stattfindet, ist es bis zur Rente fix: man bleibt Arbeitnehmer. Auch bei mir begann es wie bei vielen anderen auch „gewöhnlich“.

Als Sohn einer fleißigen Arbeiterfamilie begann mein Arbeitsleben mit einer Lehre. Ich wollte einfach Geld verdienen, obwohl meine Eltern gerne gesehen hätten, dass ich eine höhere Schule besuche. Nach Abschluß der Maschinenmechaniker-Lehre und einigen Jahren in der Produktion, begann ich über meine Zukunft nachzudenken. Ich konnte mir nicht vorstellen, 40 Jahre lang an irgendwelchen Maschinen zu stehen.


Nach reiflicher Überlegung entschloß ich mich, eine schweizer Fachhochschule zu besuchen. Die Jahre waren für mich nicht gerade einfach, zumal meine damalige Freundin und heutige Frau unsere erste Tochter bekam. Trotzdem sind wir beide froh, diese Zeit gut überstanden zu haben. Lange Rede kurzer Sinn, mit 26 Jahren schloß ich als Feinwerktechnik-Ingenieur ab und erhielt das angestrebte Diplom.

Neuer Start ins Berufsleben – Angestelltentum

Privat war das zweite Kind schon unterwegs, und mein neues Arbeitsleben begann. Vorerst im Projektmanagement für die Automobilzulieferindustrie, dann als Assistent der Produktionsleitung in einem Großkonzern. Vor knapp 20 Jahren bauten meine Frau und ich ein Haus, das wir zu viert bezogen. Kurz darauf waren wir schon fünf. Meine Frau, unsere 3 Mädls und ich.

Aufgrund des Umzuges, musste ich mir eine neue Stelle suchen (habe es ja nicht anders gelernt), und ließ mich als Produktionsleiter in einem Werk eines international tätigen Aluminiumkonzernes anstellen. Hier setzte das Umdenken ein. Ich erkannte, dass ich zwar besser verdiente, aber unverhältnismäßig mehr arbeiten musste. Auch viele Wochenenden war ich im Betrieb, der rund um die Uhr lief. Zum Glück laß ich bereits viele Jahre Bücher über Erfolg, Unternehmertum, Motivation, Einfluß des Denkens und das Unterbewusstseins, usw.

Erster Schritt in die Selbständigkeit – nebenberuflich

Über eine 100%-Selbständigkeit habe ich damals noch nicht nachgedacht, aber ich meldete mit 36 Jahren mein erstes Gewerbe an, und begann nebenberuflich im Direktvertrieb. Meine Frau und ich sammelten unsere ersten Erfahrungen mit Planung des Umsatzes und der Tätigkeiten, mit Kundenaufbau und -betreuung. Wir lernten die Produkte kennen und erklärten sie unseren Kunden. Es war eine entscheidende Erfahrung, die wir beide im späteren Leben gut gebrauchen konnten.

Ein erneuter Wechsel in ein kleines Unternehmensberatungsbüro brachte dann die Wende. Ich arbeitete völlig selbständig, teilte meine Aufträge und Zeit frei ein und musste wie ein Unternehmer vom Angebot, über die Kundengespräche und die Auftragsabwicklung bis hin zur Rechnungslegung, alles selbständig durchführen.

Einziger Nachteil: ich hatte noch einen Chef und der bestimmte mein Gehalt und vor allem, wie viele Stunden ich dafür zu arbeiten hatte!

Selbständiger Unternehmer

Um es vorweg zu nehmen: es war nicht das Geld, das mich antrieb, und das sollte es auch für Sie nicht sein. Es war die Unabhängigkeit, das „Nicht mehr über 200 Stunden pro Monat arbeiten müssen“. Aber nachdem ich mir alles gut überlegt hatte, die Vorgehensweise klar war und ich erkannte, dass der Umsatz, den ich erreichen musste, auch erreichbar war – zumindest innerhalb des ersten Jahres – traf ich den endgültigen Entschluss und zog es 2008 durch.

Heute, wenn ich zurückdenke frage ich mich oft, warum ich nicht schon früher den Schritt in die Selbständigkeit gemacht habe.

Meine Antwort darauf: Ich habe mir vor lauter Arbeit nie richtig die Zeit genommen nachzudenken, wo meine Fähigkeiten und Talente sind, und in welchem Bereich ich mich selbstängig machen könnte. Aber es ist auch leider so, dass in unserem „System“ die Schule zu wenig auf die wirklich wichtigen Dinge eingeht, die die Menschen für ihr Leben brauchen. Wer hat denn eine ordentliche Ausbildung über finanzielle Belange genossen? Wer hatte einen Lehrer oder eine Lehrerin, die/der über Businesspläne und die Selbständigkeit gelehrt hat? Die meisten haben stattdessen unzälige Male über das richtige Bewerben und die optimale Bewerbung diskutiert. Ich vermute einmal, dass man lieber brave Arbeiter, wie selbstdenkende Unternehmer „züchten“ will.

Heutige Sichtweise

Mit meinen 50+ an Jahren, 3 Gewerbescheinen, einer wunderbaren Frau, die selbständige Nageldesignerin ist, und drei Töchter, die neben ihrem Beruf bzw. Studium zumindest nebenberuflich selbständig sind, kann ich der nächsten Generation ganz andere Werte mitgeben, als ich noch von meinen Eltern mitbekommen habe.

Gerade weil ich den – für mich großen Schritt – zum Unternehmer gemacht habe, kenne ich die Bedenken und unendlichen Selbstzweifel und Fragen, die sich immer wieder melden. Dieser innere Schweinehund, der nicht von den alten Gewohnheiten weg will, und es weiter bequem und unspektakulär haben möchte, ist es, den es zu bezwingen gilt. Klare und nüchterne Vorgehensweise und Überlegungen zum idealen Einsatz der eigenen Talente und Fähigkeiten, sind das einzige was man braucht … oder vielleicht noch die Fähigkeit, dem inneren Schweinehund, wenn er mal wieder bellen möchte, rechtzeitig den Maulkorb anzulegen 😉

Ich hoffe, dass Sie von meinen Artikeln auf diesem Blog http://firmengründung24.net etwas mitnehmen können. Nehmen Sie sich die Rosinen heraus, die Sie momentan gut brauchen können.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie den Weg gehen, der Sie erfüllt und der Ihre Talente und Fähigkeiten zum Blühen bringt.

Herzlichst

Alfons Burtscher

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