Erfolgreiche Firmengründung

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Juni 10, 2012

Der Erfolg von Existenzgründer liegt in der Innovation ihrer Geschäftsideen. Wichtig ist vor allem die Fragestellung, für welche Abnehmer kann die Innovation wichtig sein und welchen neuen Nutzen gewinnen die Kunden.

Aus dieser Vision lässt sich das strategische Ziel des Unternehmensgründers ableiten. Er erkennt die mit der Existenzgründung verbundenen Chancen und Risiken.

Die Wahl der Rechtsform bei einer Firmengründung

Die Wahl der Rechtsform erfolgt nach betriebswirtschaftlichen, steuerlichen oder,
je nach Unternehmenszielsetzung, anderen Gesichtspunkten. Der Gesetzgeber stellt für den rechtlichen Rahmen eines Unternehmens folgende Rechtsformen zur Verfügung:
Einzelunternehmen, Personengesellschaften, (KG, OHG, BGB Gesellschaft, Stille Gesellschaft), Kapitalgesellschaften (GmbH, AG) und Mischformen wie z.B. die GmbH & Co.KG oder die KGaA.

Vor- und Nachteile einzelner Rechtsformen bei der Firmengründung

Bei der Einzelunternehmung gemäß HGB haftet die natürliche Person, also der Geschäftsinhaber, alleine und unbeschränkt mit seinem gesamten Privatvermögen.

Für die Gründung von Personengesellschaften bedarf es mindestens zwei Gesellschafter.
Bei der OHG haften die Gesellschafter ebenfalls uneingeschränkt, wobei bei der KG der
Komplementär unbeschränkt und der Kommanditist mit seiner Kapitaleinlage haftet.

Für die Gründung von Kapitalgesellschaften gelten weitergehende Rechtsvorschriften.
So bedarf es zur Gründung einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung eines Eigenkapitals von mindestens 25.000,– Euro. Die Haftung ist auf dieses Vermögen beschränkt. Eine GmbH besteht aus den Organen der Gesellschafterversammlung und der Geschäftsführung. Mittlerweile gibt es auch in Deutschland eine Art Mini-GmbH, die UG, die bereits mit einem Euro gegründet werden kann – zumindest theoretisch, denn aus diesem Kapital müssen bereits die Kosten für die Eintragung bezahlt werden.

Die Aktiengesellschaft ist ein börsennotiertes Großunternehmen mit einem Mindestkapital von 50.000,– Euro. Die Aktionäre haften mit ihren Gesellschaftsanteilen, eine Nachschußpflicht ist nicht vorgesehen.

Die Mischformen bei einer Firmengründung

In der unternehmerischen Praxis finden sich darüber hinaus eine Vielzahl von Mischformen wieder, welche steuerliche und auch haftungsrechtliche Vorteile bieten. Die einzelne Nennung der vielen Möglichkeiten würde an dieser Stelle zu weit und zu tief führen. Eine rechtliche Beratung dürfen wir hier nicht vornehmen. Die gesetzlichen Bestimmungen befinden sich je nach der Unternehmensform im BGB, HGB, AktG und verschiedenen Sondergesetzen wie beispielsweise das Publizitätsgesetz.

Die Wahl des Standortes zur Firmengründung

Die Wahl des Standortes ist abhängig von der Beschaffungssituation und der Frage, welche Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und eventuell weitere Komponenten gehen in das Produkt ein. Entscheidend ist ebenfalls die Auswahl der Marktsegmente mit der Absatz- und Kundennähe. Der Standort muss die technischen und personellen Realisierungsmöglichkeiten sicherstellen. Die Auswahl des Standortes erfolgt unter dem Gesichtspunkt der Kostenorientierung, d.h. die standortabhängigen Kosten wie Löhne, Mieten, Steuern, Zinsen, Transportkosten usw. sollten möglichst gering sein.
Zunehmend attraktiv durch Steuererleichterungen, Subventionen und geringe Personalkosten und nicht zuletzt auch aufgrund der Globalisierung der Märke, werden die Produktionsstandorte im Ausland. Bei der Wahl des Standortes sind eine Analyse der Wettbewerbssituation und der Vertriebswege empfehlenswert.

Die Unternehmensplanung – das wichtigste bei der Firmengründung

Eine Firmengründung setzt eine quantifizierte Unternehmensplanung von einem Planungshorizont von mindestens drei Jahren voraus. Dazu gehört eine Ablauf- und Zeitplanung, beginnend mit der Forschungs- und Entwicklungsphase bis hin zur Markteinführung. Es folgt die Absatzplanung, ggfls. aufgegliedert nach Märkten und eine Umsatzplanung mit den zu erwartenden erzielbaren Marktpreisen. Die Produktionsplanung enthält den Produktionsumfang, die Fertigungstiefe und die Fertigungsmethode. Die Personalplanung erfolgt nach der Anzahl und Qualifikationen der vorgesehenen Arbeitsplätze. Mit der Finanzplanung wird der erforderliche Kapitalbedarf ermittelt. Der Finanzplan enthält die Finanzierung und Investitionsplanung.
Die Kostenplanung bezieht sich auf die Material- und Personalkosten, die Entwicklungs- und Produktionskosten und die weiteren Gemeinkosten.

Eine Firmengründung sollte immer gut überlegt sein und nicht „ins Blaue hinein“ erfolgen.

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About the author 

Alfons Burtscher

Seit über 10 Jahren als Unternehmensberater und Coach in kleinen und mittleren Firmen unterwegs, begann er 1997 nebenberuflich und seit 2009 hauptberuflich selbständig zu arbeiten. Was früher überhaupt kein Thema war, wurde im Laufe der Angestelltenjahre immer mehr zu einem starken Wunsch. Er kennt daher die Ängste, Zweifel und vor allem den inneren kleinen Schweinehund, der nicht aus seiner gewohnten Komfortzone raus will. Mit seinen Artikeln möchte er Menschen helfen, die den Schritt in die Selbständigkeit machen wollen oder bereits vollzogen haben, damit sie den Erfolg erlangen, den sie anstreben. Sein Motto: "Lerne, aber behalte es nicht für dich, damit die Welt davon profitiert."

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